
Spende von 500,00 Euro für die Pflege des jüdischen Friedhofs von Dornum
Jüdische Friedhöfe gehören zu den Erinnerungsorten, die uns von den jüdischen Menschen
geblieben sind, die mehr als 400 Jahre in unseren Städten und Dörfern gelebt haben. Sie
haben über die Jahrhunderte Spuren hinterlassen, die wir sorgsam bewahren und pflegen
müssen.
So ist der Friedhof mehr als nur ein Ort, wo die Toten begraben liegen. Für jüdische
Menschen heißt der Friedhof „Beth Chaim“ – Haus des Lebens, oder auch „Beth Olam“ –
Haus der Ewigkeit. Für die Christen ist es ein Ort der Besinnung.
Das Grab des Verstorbenen ist für die Ewigkeit bis zur Auferstehung angelegt. Jüdische
Gräber dürfen nicht eingeebnet werden, die Verstorbenen dürfen auch nicht umgebettet
werden.
Wir in Dornum haben einen der vielen jüdischen Friedhöfe, die es in Ostfriesland gibt.
Der älteste Grabstein ist aus dem Jahre 1721 mit einer Grabinschrift, die auf „elf ertrunkene
Seelen“ aus der jüdischen Gemeinde in der Flut von 1717 hinweist. Die fast verwitterte
Inschrift ist aus dem „Lied der Lieder“ entnommen, dem „Hohen Lied Salomos“ und sagt aus,
dass die Liebe mehr ist als der Tod.
Jedoch braucht der Stein eine dringende Restaurierung, damit er für die Ewigkeit erhalten
bleibt. Wir freuen uns über jede Beihilfe, die uns zugeteilt wird.
Die Mitglieder des Vereins „Synagoge Dornum“ e.V. danken dem stellvertretenden
Bürgermeister Helmut Bents für seine Bemühungen und dem Spender Ronald Philipp von
der Geschäftsstelle der Cura Versicherungsvermittlung für seine Unterstützung.
Publikation von Georg Murra- Regner:
erhältlich bei
http://www.buchwerkstatt-hage.de/
Dauerausstellung: Die Dornumer Synagoge brannte nicht
Eine ausführliche Darstellung der Ereignisse damals finden Sie unter:
pogrome1938-niedersachsen.de/Dornum