Neue Ausstellung "Die Dornumer Synagoge brannte nicht"

Am 03.03.2013 eröffneten der Leiter der Gedenkstätte, Georg Murra-Regner, und Andrea Döhrer, die stellvertretende Leiterin, im Dornumer Schloss die Ausstellung "Die Dornumer Synagoge brannte nicht", die konzipiert wurde für das Themenjahr 2013 der ostfriesischen Landschaft "Land der Entdeckungen". Zugleich ist sie ein Kooperationsprojekt in der Reihe "Reise ins jüdische Ostfriesland". Vor über 100 Besucherinnen und Besuchern stellte Herr Murra-Regner die Ausstellung vor. Sie zeigt die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Dornums von ihren Anfängen im 17. Jahrhundert bis zur Vertreibung der letzten jüdischen Bewohner Dornums im Jahre 1940. Vorgestellt werden u.a. der im Jahre 1723 erworbene jüdische Friedhof, das Gemeindeleben und der Bau der jüdischen Volksschule im Jahre 1904. Ein Kapitel widmet sich den jüdischen Frontsoldaten Dornums, die im I. Weltkrieg dienten. Anhand der Familien Funk / Schönberg, Weinthal und Wolffs wird das Schicksal dreier jüdischer Familien aus Dornum gezeigt. Die meisten von ihnen kamen in der Shoah um, nur wenigen gelang die Emigration nach Süd-Afrika oder in die Staaten.

Im Anschluss an die Eröffnung im Schloss gingen die Besucher hinüber zur Synagoge, um sich die Ausstellung anzusehen.

Die für diese Ausstellung erstellte 52 seitige Publikation kann für 7,50 € in der Synagoge zu den bekannten Öffnungszeiten (freitags - sonntags von 15.00 - 18.00 Uhr) erworben werden.

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